Naturschutzgebiet „Pfinzquellen“

Artikel im Amtsblatt vom Februar 2015

Grüne signalisieren ihr vorbehaltloses „Ja“ zu dem Naturschutzgebiet “Pfinzquellen”

In der Sitzung des Ortschaftsrates Ittersbach am 26.02.2015 wurde den anwesenden Besuchern das geplante Naturschutzgebiet Karlsbad / Straubenhardt vorgestellt und diskutiert.

Seitens unseres Ortsverbandes begrüßen wir die Einrichtung eines Naturschutzgebietes und können ein vorbehaltloses Ja dazu aussprechen.
Fast die Hälfte der in Baden-Württemberg wildlebenden Tier- und Pflanzenarten sind gefährdet und bedürfen somit unseres  besonderen Schutzes.  Die Vielfalt der vorhandenen Tier- und Pflanzenarten bereichert nicht nur unsere Landschaft, sie ist auch bedeutend für die Bestäubung von Kulturpflanzen, die biologische Schädlingsbekämpfung, die Abwasserreinigung wie auch die Bodenfruchtbarkeit. Zudem sind Tiere und Pflanzen ein wichtiger Teil komplexer Ökosysteme – ihr Aussterben kann unsere Natur aus dem Gleichgewicht bringen.
In dem Gebiet, welches als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden soll, gibt es lt. Erhebungen des Regierungspräsidiums Karlsruhe eine Vielzahl von zum Teil sehr seltenen Tier- und Pflanzenarten, die für sich genommen eines besonderen Schutzes bedürfen. Die Einrichtung eines Naturschutzgebietes gewährleistet diesen besonderen Schutz auch in Zukunft, unabhängig davon, wie sich die Gemeinden Karlsbad oder Straubenhardt Zukunft entwickeln werden

Ein besonderer Reiz, den Ittersbach als Wohnort bietet, ist ohne Zweifel die unmittelbare Lage des Ortes am Rande des Schwarzwaldes, die Lage innerhalb weitläufiger Wiesen und Wälder und damit die besondere Nähe zur unberührten Natur, die von Einheimischen sowie auch von vielen Besuchern sehr geschätzt wird. Die Einrichtung eines Naturschutzgebietes sichert  dieses Stück Lebensqualität in Form freier und unverfälschter Natur.

Natürlich verstehen wir auch die Sorgen und Bedenken der Einwohner und vor allem der BürgerInnen, deren Grundstücke sich innerhalb des geplanten Naturschutzgebietes befinden

Durch das Regierungspräsidium Karlsruhe wurde bereits zugesichert, dass davon auszugehen ist, dass den bisherige Nutzungsformen (beispielsweise die Nutzung von Gärten) im Wesentlichen auch weiterhin stattgegeben werden können, insofern diese den Vorgaben zur Einrichtung des Naturschutzgebietes nicht eklatant widersprechen. Weiterhin wurde auch bereits Gesprächsbereitschaft v. a. auch mit den Betroffenen signalisiert sowie auch  angeboten, die einzelnen Sachverhalte eingehend zu prüfen.

Wir möchten Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger daher bitten, dem angedachten Naturschutzgebiet zuzustimmen. Gemeinsam können wir es – frei nach dem Sprichwort “Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern nur von unseren Kindern geliehen” – bestimmt schaffen, eine gute Lösung zu finden und das Naturschutzgebiet in einer Form zu realisieren, mit der wir alle leben können.

Dietlinde Bader-Glöckner, Benjamin Nonnenmann

Zur Naturschutzstrategie der Landesregierung

Die am 2. Juli 2013 von der Landesregierung verabschiedete Naturschutzstrategie Baden-Württemberg hat in erster Linie das Ziel, die biologische Vielfalt in Baden-Württemberg zu stabilisieren, also die heimischen Tier- und Pflanzenarten und ihre genetische Vielfalt zu erhalten, ihre Lebensräume zu sichern und ihre Überlebenschancen zu verbessern.

Naturschutzstrategie_BW_2020